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kleine Weinkunde - Österreich


Zweigelt (Blauer ZweigeltRotburger)

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Zweigelt
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Österreich, LFZ Klosterneuburg

Abstammung: Neuzüchtung  aus St. Laurent x Blaufränkisch, 1922, Dr. Fritz Zweigelt, LFZ Klosterneuburg

Anbaufläche und Verbreitung: 6.476 ha, 14,1 %. Für die Verbreitung war maßgeblich, dass Lenz Moser die Sorte in größerem Stil in der Hochkultur auspflanzte und  weiterempfahl. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts, als die Rotweinanbaufläche ausgeweitet wurde, hat der Blaue Zweigelt den größten Anteil der Rotweinanbaufläche in Österreich erreicht und ist somit die wichtigste Rotweinsorte in allen Weinbauregionen. Im Zeitraum von 1999 bis 2009 ist die Anbaufläche um 48,9 % vergrößert worden.


Blaufränkisch

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Blaufränkisch
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Österreich. In Österreich ist die Sorte erstmals im 18. Jahrhundert nachweisbar, erst danach tauchte sie in Deutschland unter der Bezeichnung Lemberger oder Limberger (abgeleitet vom Ort Limberg, heute Maissau, NÖ) auf. In Ungarn wird er als Kékfrankos bezeichnet.

Abstammung: Natürliche Kreuzung aus der Sorte Heunisch und einem zweiten, noch unbekannten Elternteil (wahrscheinlich eine Mutation aus dem Blauen Groben). Blaufränkisch wurde für österreichische Neuzüchtungen wie Zweigelt, Blauburger,  Roesler und Rathay als Kreuzungspartner verwendet. Auch von ausländischen Rebenzuchtstationen wurde die Sorte als Kreuzungspartner verwendet.

Anbaufläche und Verbreitung: 3.225 ha, 7,0 %. Die autochthone Rebsorte Blaufränkisch ist vor allem in den Weinbaugebieten des nördlichen, mittleren und südlichen Burgenlandes und in den östlichen Weinbaugebieten von Niederösterreich vertreten.


St. Laurent

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte St. Laurent
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Österreich, Niederösterreich. Wurde vom Stift Klosterneuburg verbreitet.

Abstammung: Natürlicher Burgunder-Sämling. Der Name St. Laurent bezieht sich auf den Lorenzitag, den 10. August, an dem sich die Beeren zu verfärben beginnen.

Anbaufläche und Verbreitung: 778 ha, 1,7  %. Die autochthone Sorte ist besonders in der Thermenregion und im nördlichen Burgenland vertreten. Die Anbaufläche hat im Zeitraum von 1999 bis 2009 um 87,5 % zugenommen.


Muskateller 

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Gelber Muskateller
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Die Sorte stammt wahrscheinlich aus Italien oder Griechenland, die genaue Herkunft ist unbekannt.

Abstammung: Sie zählt zu den ältesten Rebsorten überhaupt und existiert in zahlreichen Typen, besonders in Italien. Roter und Gelber Muskateller unterscheiden sich durch die Beerenfarbe.

Anbaufläche und Verbreitung: 527 ha, 1,1 %. Seit Ende des vorigen Jahrhunderts bis heute wird die Sorte vermehrt ausgepflanzt und hat zunehmende Bedeutung am Markt. Im Zeitraum von 1999 bis 2009 ist die Fläche um 267 % von 143 auf 527 ha angestiegen. Für den Winzer ist von Vorteil, dass die Sorte geringe Ansprüche an den Boden stellt. Im Weingarten zeigt sie sich allerdings schwierig und anspruchsvoll, ist fäulnis anfällig und ertragsunsicher durch ihre Blüte Empfindlichkeit. Nachteilig ist, dass sie warme, luftige Lagen benötigt und sehr anfällig für Oidium- und Botrytis Befall ist.


Welschriesling

Ein Bild zeigt die Trauben der Rebsorte Welschriesling
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Norditalien (Riesling italico)

Abstammung: Nicht bekannt – der Elbling ist die nächstverwandte Sorte. Welschriesling ist nicht verwandt mit dem Weißen Riesling.

Anbaufläche und Verbreitung: 3.597 ha, 7,8 %

Der vielseitige Welschriesling kann nahezu alle Qualitätsstufen abdecken, vom Sektgrundwein in neutraler, säurebetonter Art – die Trauben dafür kommen meist aus dem Raum um Poysdorf im Weinviertel – über trinkfreudige, trockene Buschenschankweine aus der Steiermark bis hin zur edelsüßen Trockenbeerenauslese aus dem Burgenland, besonders aus dem Seewinkel. Die Anbaufläche ist in den letzten 10 Jahren (1999 – 2009) leicht zurückgegangen.


Grüner Veltliner

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Grüner Veltliner
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Österreich, NiederösterreichBurgenland

Abstammung: Natürliche Kreuzung von Traminer x St. Georgen
Die zweite Elternsorte wurde in St. Georgen im Burgenland gefunden. Diese Rebsorte wurde nach dem Fundort benannt, da sie nach gentechnischen Untersuchungen keiner bekannten Rebsorte zuzuordnen war. Der Grüne Veltliner ist nicht verwandt mit dem Roten und Frühroten Veltliner.

Anbaufläche: 13.518 ha, 29,4%

Der Grüne Veltliner  ist die wichtigste autochthone Rebsorte in Österreich. Die stärkste Verbreitung hat die Sorte in den 50iger Jahren des vorigen Jahrhunderts mit der Einführung der Hochkultur nach Lenz Moser erfahren. Die größten Anbauflächen befinden sich in Niederösterreich und dem nördlichen Burgenland. Vinifiziert als herkunftstypischer DAC-Wein hat Grüner Veltliner eine bedeutende Stellung in mehreren Weinbaugebieten. Die Anbaufläche hat im Zeitraum von 1999 bis 2009 um 22 % abgenommen, dominiert aber noch immer die österreichische Weinbaufläche.

DAC (Districtus Austriae Controllatus)

Die Herkunft eines Weines sagt, woher die Trauben stammen, aus denen er gepresst wurde, unabhängig davon, wo der Erzeugerbetrieb steht.

© ÖWM